Bereits im Altertum soll es
Matratzen in der heutigen Form gegeben haben. Seinen Ursprung hat das Wort Matratze in dem früh-italienischen Wort materazzo. Bezug nehmend auf die Homerische Überlieferung war das Bett des Odysseus ein verziertes vierfüßiges Rahmenwerk, bespannt mit einem Riemen aus Purpur schillernder Stierhaut und bedeckt mit Fellen und Teppichen, mit leinenem Überzug und wolligem Mantel als Decke.
Die Griechen hatten hölzerne Bettstellen. Oftmals hatten diese reich verzierte Füße und Lehnen artige Erhöhungen am Kopfende. Mit Wolle oder Naturfasern gefüllte Matratzen lagen auf den Gurten. Auch das Bett der Römer war diesem ähnlich konstruiert und oft mit großem Luxus ausgestattet. Bei den Römern war nämlich die Matratze mit Schilf, Heu, Wolle oder Federn von Gänsen oder Schwänen gefüttert.
Im Hause eines ehemaligen Sklaven wurde bei Ausgrabungen eine Kinderwiege entdeckt, in der eine
Matratze aus Pflanzenfasern lag. Dies war der Beweis dafür, dass sich auch das gemeine Volk diesen Komfort leisten konnte. Im 12. und 13. Jahrhundert waren Matratzen in der arabischen Welt üblich. Matratzen wurden zuerst den Rittern bekannt und kamen dann über diese nach ganz Europa. Bis in die Neuzeit waren Matratzen in Deutschland der pure Luxus und somit nur noch den höheren Schichten vorbehalten.
Die damalige Matratze bestand meist aus Kissen. Das einfache Volk schlief in der Regel auf Seegras, Schilf, Stroh oder Spreu gefüllten Säcken auf einer harten Unterlage. Erst ab dem 19. Jahrhundert waren Matratzen auch bei der bürgerlichen Schicht populär. Ab dem Ende des zweiten Weltkrieges sind die Ansprüche an Matratzen stetig gestiegen. So sind Füllstoffe wie Latex oder PUR zu einem marktbeherrschenden Standard geworden. Auch für die Zukunft kann man damit rechnen, dass der Markt durch Weiterentwicklungen geprägt ist.
Autor: Alexander Schmidt, mischkin83[ät]gmx.de