In den letzten Jahren wird grüner Tee immer beliebter. Tranken ihn früher nur eingefleischt Teekenner, so ist er heute im Mainstream angelangt.
Grüner Tee wird vor allem wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt, wobei diese noch nicht endgültig wissenschaftlich bewiesen sind.
Er macht seinem Namen alle Ehre, denn
grüner Tee weist eine leicht grünliche Farbe auf. Das Geheimnis? Die Blätter werden nur kurz gedämpft oder erhitzt. Dadurch wird die Fermentation wie man sie vom
schwarzen Tee kennt verhindert. Die für einen Schwarztee typisch braune Färbung bleibt deshalb aus. Außerdem bleiben fast alle in den Blättern enthaltenen Wirkstoffe erhalten.
Diese wertvollen Wirkstoffe und das Aroma sollen natürlich nicht beim
Teekochen verloren gehen. Deshalb sollte grüner Tee nicht mit kochendem, sondern nur mit 60-80 Grad heißem Wasser aufgegossen werden werden. Pro Tasse reicht ein Teelöffel voll Teeblätter.
Möchte man mit dem Tee eine anregende Wirkung erzielen, sollte die Ziehdauer zwei bis drei Minuten betragen. Lässt man ihn fünf Minuten ziehen (nicht überschreiten, andernfalls wird er bitter), entfaltet er hingegen eine beruhigende Wirkung.
Die Teepflanze wird seit Jahrtausenden in China angebaut. Um 600 v. Chr. wurde die Verarbeitung zu grünem Tee erfunden. Um 780 n. Chr. wurde grüner Tee von buddhistischen Mönchen in Japan eingeführt. Dort wurde die Art der Zubereitung verändert. Die Japaner pressten den Tee nicht mehr, wie bis dahin üblich zu kleinen Ziegeln oder Kegeln, sondern malten ihn zu Pulver und gossen ihn dann mit kochendem Wasser auf. Zur Zeit der Ming-Dynastie (1368 - 1644) wurde es dann in China üblich, die Teeblätter in eine Kanne zu geben und zu überbrühen, ganz so wie man es noch heute macht.