Tagesgeldanlagen sind eine beliebte Möglichkeit, Geld, das im Moment über ist und nicht für die monatlichen Zahlungsverpflichtungen benötigt wird, mit guter Verzinsung auf die hohe Kante zu legen – und es dennoch dann auch schnell zur Verfügung zu haben, wenn das angesparte Geld benötigt wird.
Bei Tagesgeldkonten ist es jedoch wichtig, sich genauer zu überlegen, welche Art von Zinsstellung eine größere Bedeutung hat bei der Geldanlage. Die Verzinsung bei
Tagesgeldanlagen gibt es in zwei verschiedenen Varianten.
Das eine ist ein variabler Zinssatz, der durch die Tagesgeld-Bank jederzeit geändert werden kann. Hierbei sollte immer auch auf das bisherige Verhalten der Bank geachtet werden. Zum Beispiel: Ändert die Bank oft ihre Zinsen, bzw. senkt sie die Zinsen schnell und öfter? Oder ist der Zinssatz über einen längeren Zeitraum recht stabil?
Denn sonst ist ein variabler Zinssatz nur etwas, das nach hinten losgehen kann. Das heißt: Ich lege mein Geld bei einem hohen Zinssatz an, und nur wenige Tage, nachdem ich meine Ersparnisse auf das Tagesgeldkonto überwiesen haben, fallen die Zinsen. Dann ärgere ich mich verständlicherweise nur und muss mir wieder ein neues, besser verzinstes Tagesgeldkonto suchen.
Viel mehr Sinn macht es hier dann meistens, eine Tagesgeldanlage mit einem Garantiezins zu wählen. Bei einem Tagesgeldkonto mit Garantiezins ist der Zinssatz für eine bestimmte Zeit festgeschrieben. Ein Beispiel: Ich lege mein Geld am 1. Oktober an, der Zinssatz ist fest bis zum 31. Dezember. Dann werden für mein im Oktober angelegtes Geld bis Ende des Jahres feste Zinsen bezahlt. Frühestens am 1. Januar kann der Tagesgeldzins dann gesenkt werden. Beim
Tagesgeldkonto der Volkswagenbank läuft z.B. eine Aktion von Oktober 2010 bis März 2011, wo für Neukunden ein Zinssatz von 2,00% p.a. bis zu einer Anlagesumme von 20.000 Euro garantiert wird (Stand: Oktober 2010).
Der Garantiezins ist gerade in Zeiten niedriger Zinsen sehr vorteilhaft, wenn das Geld bei einer Bank angelegt wird, die das Tagesgeld gut verzinst. Durch die Festschreibung der Zinsen ist dann vorerst gesichert, dass die Zinsen auf dem guten Niveau bleiben. Dies freut dann den Sparer, wenn die Zinsgutschrift kommt – und immer an eines denken dabei: Den Freistellungsauftrag bei der Kontoeröffnung nicht vergessen!